Ausstellung

Max Papart

Originalgrafik

   

   

   

   

       

   

       

   

   

   

       

   

   

   

Max Papart schaffte es, seine Visionen in den unterschiedlichsten Ausdrucksformen zu Papier beziehungsweise auf einen Untergrund zu bringen – sei es als Maler, Lithograph, Radierer, Illustrator oder auch als Dichter.

Genauso facettenreich wie seine Kunst war das gesamte Leben von Papart. Er wurde am 19. Dezember 1911 in Marseille geboren und setzte sich schon in seiner Kindheit und Jugend intensiv mit Literatur und Kunst auseinander. Nachdem er 1928 von seiner Mutter davon abgehalten wurde, Kapitän in der Handelsmarine zu werden, schreibt er sich an der Ecole des Beaux-Arts in Marseille ein. Dort lernt er bei seinem Lehrer Etienne Mein die Grundlagen des Zeichnens und gewinnt in dessen Atelier erste Eindrücke in die Kunst der Radierung.Schon bald wendet sich Papart jedoch der Malerei zu, seine Hauptthemen in dieser Zeit waren Landschaften und Vögel.

 Der Malerei bleibt er Zeit seines Lebens treu, auch wenn er sich immer wieder mit neuen Techniken vertraut macht.

Einen Eindruck der Vielfältigkeit des Künstlers gewinnt man am leichtesten bei seinen Collage - artig zusammengestellten Werken, in denen Komposition und die Aussagekraft der Farben ein vordergründiges Anliegen von Max Papart sind.

Auf welch herausragende Weise der Künstler es verstand, sich in den unterschiedlichen Techniken auszudrücken, spiegelt sich wohl am eindeutigsten in der großen Anzahl seiner Ausstellungen und Buchillustrationen,

den Ankäufen seiner Werke durch internationale Museen, durch die Verleihung zahlreicher Preise und durch die 1969 erfolgte Ernennung zum Professor für Radierung und Lithographie an der Universität zu Vincennes (Paris) wider.

Max Papart´s Leben ist begeleitet von einer intensiven Auseinandersetzung mit den Werken anderer Künstler, denen er wiederum seine eigenen Bilder widmet. So entstanden unter anderem 1991 die „Hommage à Pablo Picasso“, die „Hommage à Lucas Cranach“ oder auch (1992) die „Hommage à Courbet“.

Diesen Einflüssen setzte er sich nicht nur in seinen Bildern, sondern auch in philosophisch anmutenden Texten und Gedichten sowie in der persönlichen Freundschaft zu Clavé, Coignard, Magnelli und anderen auseinander.Andrée Caraire, selbst Dichterin und seit 1951 Paparts Ehefrau, schildert sein Leben in der 1975 erschienenen Biographie „Max Papart, la vie, l’homme, l’œuvre“.