AXEL KENTSCH

APRIL 2006

       

Der Künstler verbindet in seinen Bildern die klassische Form der Collage – seit Picasso und Braque fester Bestandteil der Kunst – mit modernster Computer- und Drucktechnik.

   

Zu Beginn steht jedoch bei Künstler und Betrachter das Sammeln. Bei Axel Kentsch entsteht eine Sammlung von Eindrücken unserer heutigen, stark auf Konsum ausgerichteten Gesellschaft durch das Zusammentragen verschiedenster Materialien, wie z.B. Zeitschriften, Werbe- und Reiseprospekten.

       

   

Diese arrangiert er durch die Collage neu und haucht ihrer Vergänglichkeit somit ein zweites Leben ein. Die alltägliche Reizüberflutung wird somit gefiltert und in einer ausgewogenen Komposition wieder in unser Bewusstsein gebracht.

       

Ähnliches kennt man aus der PopArt z.B. von Andy Warhol, der ebenfalls gezielt aus den Massenmedien zur Gewohnheit gewordene Anblicke, Elemente, Fotos aufgriff, in ein neues Licht setzte und ungewohnte Akzente setzte.

 

 

   

Im  Gegensatz zu Warhol verwendet Kentsch im Weiteren jedoch nicht den Siebdruck als mittel der Vervielfältigung, sondern Computertechnik. Die Collagen werden eingescannt, vergrößert und in Großformaten als Giclée-Druck* auf Leinwand ausgedruckt.

       

Auch werden von Kentsch keine Serien produziert, die Drucke sind zumeist Unikate bzw. erscheinen in einer Auflage von maximal drei Stück.

   

        

Nun liegt es auf der Seite des Betrachters, wieder Eindrücke zu Sammeln und mit Persönlichem zusammenzufügen –

   

auch wird ihm wohl die unterschwellig mitklingende Konsumkritik nicht verborgen bleiben.